Sorbit­intoleranz

Sorbitintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegenüber dem Zuckeralkohol Sorbit, die durch eine eingeschränkte Aufnahme im Dünndarm verursacht wird.

Wenn Zuckeralkohol im Darm nicht richtig aufgenommen wird

Die Sorbit-Intoleranz ist eine häufige Ursache für Verdauungsbeschwerden. Sorbit (auch Sorbitol genannt) gehört zu den sogenannten Zuckeralkoholen und wird als Süßungsmittel in vielen Lebensmitteln verwendet. Außerdem kommt Sorbit natürlicherweise in einigen Obstsorten vor.

Bei einer Sorbit-Intoleranz wird Sorbit im Dünndarm nur unzureichend aufgenommen. Der unverdaute Zuckeralkohol gelangt in den Dickdarm, wo er von Darmbakterien abgebaut wird. Dabei entstehen Gase und andere Stoffwechselprodukte, die Beschwerden verursachen können.

Oft besteht eine Sorbit-Intoleranz zusammen mit einer Fruktose-Intoleranz, da Sorbit die Aufnahme von Fruchtzucker zusätzlich beeinträchtigen kann.

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Symptome treten meist nach dem Verzehr sorbithaltiger Lebensmittel auf und sind in ihrer Stärke individuell unterschiedlich.

Typische Beschwerden sind:

  • Blähungen und Völlegefühl
  • Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe
  • Durchfall oder weicher Stuhl
  • Übelkeit
  • vermehrte Darmgeräusche

Die Beschwerden hängen häufig von der aufgenommenen Menge sowie von der persönlichen Verträglichkeit ab.

In welchen Lebensmitteln ist Sorbit enthalten?

Sorbit kommt sowohl natürlich in Lebensmitteln vor als auch als Zusatzstoff in industriell hergestellten Produkten. Besonders häufig findet man Sorbit in:

  • zuckerfreien Kaugummis und Bonbons
  • Diabetiker- und Light-Produkten
  • Fertigprodukten und Süßwaren
  • bestimmten Obstsorten (insbesondere Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsichen, Trockenfrüchten)
  • Fruchtsäften und Fruchtaufstrichen

Auf Lebensmittelverpackungen wird Sorbit häufig als Sorbit, Sorbitol oder unter der Zusatzstoffnummer E 420 angegeben.

Wie wird eine Sorbit-Intoleranz festgestellt?

Zur Diagnosestellung wird meist ein sogenannter H₂-Atemtest durchgeführt. Dabei trinken Sie eine definierte Menge Sorbit. Anschließend wird in bestimmten Zeitabständen die Konzentration von Wasserstoff in der Atemluft gemessen. Ein Anstieg dieses Wertes weist darauf hin, dass Sorbit im Darm nicht ausreichend aufgenommen wurde.

Was kann man bei Sorbit-Intoleranz tun?

Die wichtigste Maßnahme ist die Anpassung der Ernährung an die individuelle Verträglichkeit. Häufig genügt es, besonders sorbithaltige Lebensmittel zu reduzieren oder gezielt zu meiden. Eine vollständige Einschränkung ist meist nicht erforderlich.

Bei anhaltenden Beschwerden beraten wir Sie gerne individuell und unterstützen Sie dabei, eine gut verträgliche und ausgewogene Ernährung zu finden.

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